Guden!
Ich habe im Mai einen Anime gesehen und der hat mir so gut gefallen, dass ich direkt Lust bekam einen Blogpost darüber zu schreiben. Lieben wir doch!
Auf „May I Ask for One Final Thing“ wurde ich durch Malte Meibauer aufmerksam, der dort eine der Hauptrollen auf deutsch gesprochen hat. Bisher gibt es auch nur eine Staffel mit 13 Episoden, ist also eher ein kurzweiliges Vergnügen, aber es lohnt sich! Selbst jetzt, Wochen danach, denke ich immer wieder an Prinzessin Scarlett und könnte mir vorstellen den Anime relativ bald nochmal zu schauen.
Inhalt
Scarlet el Vandimion ist eigentlich mit Kyle von Pallistan, dem 2. Prinzen des Landes, verlobt. Eine Traumbeziehung ist das nicht für sie, denn ihr zukünftiger Ehemann ist arrogant, grob und schikaniert sie, wo er nur kann. Die Situation spitzt sich zu, als er auf einem Ball die Verlobung plötzlich löst und Scarlett vor allen bloßstellt und ihr üble Machenschaften vorwirft. Außerdem verkündet er, dass er nun eine Verlobung mit Terenezza Hopkins eingehen würde. Daraufhin verliert Scarlett erst die Beherrschung und fängt dann an gewaltsam Rache an ihm und seinen Verbündeten zu üben.
Der offizielle Trailer zu „May I Ask for One Final Thing“ (japanisch mit deutschem Untertitel) auf dem Crunchyroll-YouTube-Channel
Die erste Folge von „May I Ask for One Final Thing?“ auf dem Crunchyroll-YouTube-Channel
Die deutsche Synchronisation
Dialogbuch: Bettina Spallek — Dialogregie: Robert Kotulla
Cast: Scarlett el Vandimion: Merete Brettschneider — Julius von Pallistan: Malte Meibauer — Terenezza Hopkins: Jana Dunja Gries — Leonardo el Vandimion: Jesse Grimm — Sigurd Forgrave: Ben Küch — In weiteren Rollen: Alina Schümann, Amina Gaede, Bojan Havic, David Berton, Justin Lange, Maurice Sarnacki
Quelle: Deutsche Synchronkartei
Meine Meinung
Ich bin seeeeeehr begeistert vom Anime! Mir hat die Story richtig gut gefallen und es war genau die richtige Mischung aus Spannung, Humor und emotionalen Szenen. Der Racheplot hat gut gepasst und wirkte nicht drüber, was ich auch schon ein, zwei Mal erlebt habe. Diese Serien und Filme haben mich in der Regel dann verloren. Was hier anders war.
Die Welt des Animes hat mir auch sehr gut gefallen. Stück für Stück lernt man mehr über das Regierungssystem, den Umgang mit verschiedenen Wesen wie Gestaltwandlern, die Religion der Welt und was noch alles dazugehört. Wenn ich den Anime erneut schaue, bin ich mir sicher, dass mir auch noch mehr Details der Welt auffallen werden.
Scarlett ist verdammt schlagfertig (verbal und auf andere Art) und für mich eine großartige Protagonistin. Sie lässt sich nicht so leicht unterkriegen, hat aber auch ihre ruhigen und ernsten Momente. Sie ist nicht 24/7 auf Krawall gebürstet. Ich finde, sie weiß einfach genau, was sie möchte und weiß das auch durchzusetzen. An manchen Tagen wünsche ich mir ein wenig von ihrer Stärke.
Den männlichen Hauptcharakter Julius von Pallistan mochte ich sehr und er war mir schon nach der ersten richtigen Szene mit ihm und Scarlett sehr sympathisch (nicht nur, weil er von Malte Meibauer gesprochen wird). Das hat sich im Verlauf der Folgen nur verstärkt. Er ist ein charakterstarker Mensch mit viel Humor und manchmal sehr flappsigen Antworten. Aber er kann auch ernsthaft sein und die Waage zwischen Humor und Ernst hält sich sehr gut.
Gerade bei Scarlett und Julius bin ich sehr begeistert vom Dialogbuchtext, weil Bettina Spallek eine gute Mitte zwischen humorvolleren und ernsteren Szenen gefunden hat.
Begleitet werden Scarlett und Julius viel von Scarletts Bruder Leonardo El Vandimion, dem Gestaltwandler Nanaka und Sigurd Forgrave, die mir alle ähnlich gut gefallen haben wie die Protagonist*innen.
Die Besetzung der Stimmen im deutschen Synchroncast hat für mich sehr gut gepasst. Ich kenne die Originalstimmen nicht und weiß nicht, wie nah am Original besetzt wurde, aber vom Persönlichkeitstyp und wie die Figuren am Ende gesprochen wurden, war das alles für mich sehr stimmig und hat für mich die Sympathien bei den Figuren nur verstärkt. Terenezza Hopkins, eine der Antagonist*innen des Anime, mochte ich zwar als Figur nicht so (ich bin selten Fan der Antagonist*innen), aber sie war großartig besetzt mit Jana Dunja Gries. Sonst kenne ich JD vor allem aus eher süßen, weiblichen oder kindlichen Stimmen, aber hier war sie mal die Böse und hat diese Rolle großartig erfüllt!
Habt einen großartigen Start in die Woche!
Eure Sue


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