Guden!
Ich bin sonst nicht so der Fan von gehypten Büchern, aber bei manchen Büchern merke ich dann doch, dass der Hype absolut verdient ist. So ging es mir auch mit „Please unfollow“ von Basma Hallak.
In diesem Buch geht es um eine Teenagerin, deren Eltern als sogenannte „Eltern-Influencer“ arbeiten. Ein wirklich wichtiges Thema verpackt in einer unterhaltsamen, mitreißenden Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Dieses Buch sollte in einigen Influencer-Familien definitiv nochmal gelesen werden. Aber auch so manches „Normalo“-Elternteil, dass Kinder für meinen Geschmack zu oft in Instagram oder den Whatsapp-Status packt, könnte sich den Inhalt des Romans nochmal durch den Kopf gehen lassen.

Basma Hallak | Please Unfollow | Arctis | 416 Seiten | Hardcover (19,00€) | 978-3-03880-223-5
Inhalt
Die siebzehnjährige Sherry landet in einem Camp für straffällige Jugendliche – nach einer Tat, die ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt hat. Zunächst genießt sie es, an einem Ort zu sein, an dem niemand ihre Vergangenheit kennt, denn online ist ihr Leben ein offenes Buch: Seit dem Tag ihrer Adoption haben Sherrys Eltern jede Einzelheit aus ihrem Leben mit einem Millionenpublikum auf Youtube geteilt. Egal, wie es Sherry ging, egal, wo ihre Bilder und Videos anschließend landeten, die Follower durften nicht enttäuscht werden. Hier, in dem Camp mitten in der Sächsischen Schweiz, hat sie endlich das Gefühl, sie selbst sein zu können und nicht performen zu müssen. Als Sherrys neue Clique jedoch von ihrem Geheimnis erfährt, droht ihr Leben erneut in Flammen aufzugehen.
Meine Meinung
So ein wichtiges Buch! Basma Hallak erzählt die Geschichte von Sherry so unterhaltsam, mitreißend und eindrücklich, dass ich nicht selten auch zwischen den Leseabschnitten im Kopf bei der Teenagerin war. Immer wieder gingen meine Gedanken zu realen Influencer-Kindern, deren Kindheit ähnlich verlaufen ist wie die von Sherry. Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es immer wieder geschilderte Szenen aus den YouTube-Videos und die dazugehöre Kommentarspalte. Diese sind unglaublich gut gewählt und haben mich teilweise sehr sprachlos zurückgelassen.
Neben der Geschichte mochte ich den Schreibstil von Basma auch sehr, da er mich sehr in einen Lesefluss gebracht hat und ich nur so über die Seiten geflogen bin.
Neben Sherry tauchen weitere Jugendliche und Erwachsene im Roman auf, die ich sehr mochte. Einige konnte ich am Anfang nicht so einschätzen, aber das sollte auch so, finde ich. Zusammen mit Sherrry lernt man nach und nach, auf wen sie in ihrem neuen Zuhause zählen kann und wer zurecht ihr Vertrauen verdient.
Insgesamt ist „Please Unfollow“ ein großartiger Jugendroman mit wichtigem Thema, den so viele Menschen wie möglich gelesen haben sollten und dem ich sehr gerne 5 Bembel geben möchte. Alles darunter würde sich falsch anfühlen.

Ich kann euch dieses Buch wirklich nur ans Herz legen! Es lohnt sich und verdient es gelesen zu werden. Vermutlich wird das nicht der letzte Beitrag zu „Please unfollow“ sein, da Basma diese Woche den „Buxtehuder Bullen“ für ihr Werk verliehen bekommt. Mehr dazu aber in einem anderen Beitrag, der spätestens Ende der Woche auf den Blog online kommt.
Habt eine wundervolle Restwoche!
Eure Sue


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